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2011

Bilder 2011

Aktion „Feuer bekämpfen“ in Neuendettelsau
Vom 01. bis 05. August 2011 durften wir den Brandübungscontainer des Landesfeuerwehrverbands Bayern und der Versicherungskammer Bayern in Neuendettelsau begrüßen.
Bei acht Durchgängen konnten insgesamt 64 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Neuendettelsau, Petersaurach, Großhaslach, Heilsbronn, Weiterndorf, Weißenbronn, Bürglein, Sachsen bei Ansbach sowie der U.S. Feuerwehr Katterbach ausgebildet werden.
Ziel der Ausbildung ist das Erkennen der einzelnen Phasen eines Brandverlaufs in einem geschlossenen Raum und das Erkennen von gefährlichen Zuständen bei einem Brand. Daneben gehört es auch dazu, die Grenzen der eigenen Schutzkleidung kennenzulernen und die persönlichen Grenzen bei hoher Wärmebelastung zu erfahren. Beim Löschen des Feuers erlernt man außerdem die richtige Dosierung von Löschwasser und erkennt die Gefahren vom Wasserdampf.
Am Anfang eines Durchgangs wurde eine etwa 1stündige theoretische Unterweisung durch die Trainer durchgeführt, in der die einzelnen Phasen des Brandes im Container erläutert wurden.
Anschließend ging es ins Gewerbegebiet, wo der Flash-Over-Container zum Aufheizen bereit stand. Im inneren des Containers, der aus einem Brandraum und einem Beobachtungsraum besteht, wurde ein Initialfeuer angezündet, welches dazu führt, das innen angebrachten Spanplatten aufgeheizt werden. Nach einigen Minuten beginnt der Ausgasungsprozess dieser Spanplatten. Wird nun die Tür zum Container geschlossen, kann das Feuer nur noch mit dem im Brandraum vorhandenen Sauerstoff brennen, es entsteht eine unvollständige Verbrennung, welche den Rauch Schwarz färbt und von oben nach unten den Raum füllt. Eine Situation, in der man kaum noch 20 Zentimeter weit sehen kann. Wird nun die Tür geöffnet, bekommt das Feuer schlagartig Sauerstoff, die heißen Brandgase steigen wieder nach oben und zünden schlagartig durch. Mit mehreren Sprühstößen aus dem Hohlstrahlrohr wird nun das Feuer gelöscht. Reihum werden nun die immer wieder aufflackernden Gasbrände mit dem D-Rohr gelöscht, wobei dazu nur wenige Liter Wasser notwendig sind.
Die thermische Belastung im Container liegt im Bodenbereich bei etwa 80°C, im Helmbereich bei ca. 125°C und an der Decke über 270°C. Deshalb ist eine Spezialbekleidung bestehend aus Feuerwehrüberjacke, Feuerwehrüberhose, Feuerwehrschutzhandschuhen, Feuerwehrschutzstiefeln sowie einer Flammschutzhaube unerlässlich.
Wir danken vor allem unseren beiden Ausbildern Thomas Schumm und Florian Schwegler für diese tolle Ausbildung.
Ein weiterer Dank gilt den Nachbarn im Gewerbegebiet, die eine Woche lang den Rauch ertragen haben. Außerdem danken wir der Gemeinde Neuendettelsau, die uns die Möglichkeit gegeben hat, den Übungscontainer im Gewerbegebiet aufzustellen.